Hi Leute,
nachdem ich die Diskussion gerade teils schwer amüsiert, teils angeätzt gelesen habe hier ein paar in mehreren Richtungen vielleicht brauchbare Sätze von mir:
1. Fragestellung.
Der OT-Austausch ist zwar vielleicht interessanter, als das eigentliche Problem, allerdings ist das hier eigentlich nicht der Raum dafür. Auch wenn dies sicher nicht der einzige Faktor ist, warum hier so viel "drumherum" geschrieben wird, so ist die Art der Fragestellung doch sicherlich ein wichtiger.
Wie wäre es denn z.B. hiermit gewesen:
Ein Algorithmus errechnet aus einem Namen (Vor- und Zuname) und einem Geburtsjahr eine Zeichenkette oder Zahl. Gibt es ein Programm oder habt ihr einen Ansatz, wie man mithilfe einiger bekannter Ergebnise dieser Berechnung den Algorithmus eroieren kann?
Ich denke, mit diesen beiden Sätzen hätte wohl jeder begriffen, worum es geht und, was noch viel wichtiger ist: Selbst der Fragesteller hätte wahrscheinlich auf den ersten Blick gesehen, dass die Komplexität des gesuchten Programmes sowie die benötigten Ressourcen, die Aufgabe zu lösen (wie so oft) sozusagen exponentiell mit dem Nichtbesitz von Information zusammenhängt.
2. Informationsbereitsellung
Jede Information kann also für die Lösungsfindung entscheidend sein. Daher, und das ist ja nicht das erste mal, finde ich den Ärger nur verständlich, wenn diese wertvollen Infos erst nach und nach beigesteuert werden. Der interessierte Leser und schon gar der, der sich produktiv mit den Problemen hier befasst muss also unweigerlich das Gefühl bekommen, immer einen Schritt hinterherzu sein. Das frustet natürlich.
Also:
Infos geben! Und, hier macht es sicherlich Sinn, die vorhandenen Informationen in verschiedenen Kategorien aufzuteilen, als z.B. in gesicherte Infos und Vermutungen, ev. unterteilt in verschiedene Grade.
Zunächst mal definierst du die vorhandenen Datenmengen, z.B.:
Namen bestehen aus mindetsens zwei, maximal vielleicht 5 Zeichenketten, die jeweils mit einem Großbuchstaben anfangen, mind. 2 Zeichen, max. vielleicht 20 Zeichen lang sind (folgende zeichen enthalten) und mit je einem Leerzeichen oder einem Bindestrich getrennt sind. Dazu gibt es kleinere Wörter eingeschlossen von Zeichenketten, die kleingeschrieben werden (von, zu, ...). Mindestens Zwei Zeichenketten werden von einem Leerzeichen getrennt usw....
Damit haben dann alle hier mal ein halbwegs klares Bild von den Vorhandenen Infos.
3. Lösungsansätze
Die Ergebnisstrings seinen im Kopf leicht auszurechnen. Hier bietet ein rechner wahrscheinlich kaum Vorteile. Natürlich kannst du naheliegende Größen (Länge der Namen etc.) nehmen und mit den besagten Grundrechenarten derart kombinieren, dass irgendwo was bei rauskommt, aber wahrscheinlich bist du mit einem Blatt Papier tatsächlich schneller. Das ist wie mit diesen Intelligenztests. Du schaust dir ein paar Muster an und suchst den Weg der Entstehung eines Musters aus anderen Mustern. Hier bist du klar im Vorteil, wenn du zumindest die erste "Lösung" vor dir liegen hast, um die gefundenen möglichen Wege dann zu übertragen ...
Bla. Es gibt eifach nicht genug Infos für uns, um hier sinnig ranzugehen, will ich damit eigentlich nur sagen...
4. Die Moral von der Geschicht
...mal in einem anderen Sinn:
Was denn nun? Sind diese Passwörter nun unerheblich oder nicht? Und was soll das Geschwafel von den guten Absichten? Mag sein, dass es eine "gute" Absicht ist, in die zugegebenermaßen stümperhaft geschützten Räume eurer Mitschüler und Lehrer einzudringen (vielleicht hat Herr Meyer ja die nächst Mathearbeit in seinem Account liegen?), aber bitte versucht uns doch nicht für blöd zu erklären. Wenn der Informatik-Lehrer die Daten im Kopf ausrechnen kann, wird er kein Problem haben, dem armen, passwortlosen Mitschüler den Schlüssel am Telefon auszuspucken, aber ich denke, hier brauch ich nicht weiter drauf eingehen. Klar ist, dass ihr ein System angreift, das nicht dazu installiert wurde, um einen bestimmten Sicherheitsmechanismus daran auszutesten (wäre ein solches Testsystem nur mal vorher aufgesetzt worde, aber anscheindend haben eure IT-Profis ja mitlerweile gelernt...).
Also, ich will euch keine Moralpredigt halten, mir geht es vielmehr darum, dass ich keinen Bock habe, von euch mit stumpfsinnen Verschleierungsversuchen verschaukelt zu werden!
Und, tatsächlich bin ich der Theorie nicht abgeneigt, dass aus diesem Geist heraus (etwas "verbotenes" heimlich zu tun, mithilfe von "Komplizen", die aber nicht so wirklich eingeweiht werden dürfen) nur Käse entstehen kann. Nicht, weil ich verurteile, dass ihr euer Schulsystem cracken wollt, sondern, weil ihr nicht gradlinig seid und da ein so eingeschlagener Kurs, aus meiner Erfahrung heraus, immer die Tendenz hat, sich verstärkend fortzusetzen, bis man das Ruder wieder in die Hand nimmt, oder eben von der Straße schleudert!
Klare Intentionen und klare Fragestellungen bringen präzise, nachhaltige Lösungen zustande. Wässige Zielvorgaben, Verschleierung, Täuschung und inkompatible Schnittstellen produzieren nur Mist - vielleicht mal das schnelle Geld, den kurzen Spaß, aber selten das, was man wirklich will, oder nicht?
Basti